Pop-up

Eine fahle Wintersonne vor nachtschwarzen Himmel, so zeigt Eugen Bachmann in seinem Tourismusplakat die dunkle Jahreszeit. Das Plakat illustriert anschaulich, welche Bedeutung dem Gestirn zukommt und wie sehr der Mensch nach langen, dunklen Wintern wieder die Frühlingssonne ersehnt. In den ausgestellten Plakaten steht allerdings die Darstellung von Kunstlicht im Vordergrund. Die Bewerbung eines Gasherds mit blau züngelnden Flammen, so in einem Plakat von 1967, wäre in gegenwärtigen Zeiten der Klimakrise jedoch nicht mehr möglich.
In Plakaten zu Ausstellungen, die sich mit Leuchtendesign oder der Wirkung von Licht auseinandersetzen, sind die Grafiker:innen herausgefordert, die Wirkung von Licht visuell einzufangen. Mit einem Hell-Dunkel-Gegensatz und durch das gestaffelte Überlagern von verschiedenen Farbwerten wird häufig ein Flimmern erzeugt, so dass das Licht zu vibrieren scheint. Im Winterhilfe-Plakat von 2005 hingegen wird der an einem Baum hängende Kronleuchter zum Symbol für Wohlstand, Sicherheit und ein warmes Zuhause, welches auch in der reichen Schweiz vielen Menschen verwehrt ist.
Bereits seit dem Jahr 2000 werden in den Schaufenstern des zentral gelegenen Gebäudes der Schweizerischen Nationalbank in Zürich thematisch ausgewählte Plakate aus den reichen Beständen der Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich präsentiert. Die Plakate können in den Fenstern des Erdgeschosses entlang des Stadthausquais, der Börsenstrasse und der Fraumünsterstrasse besichtigt werden.
