Exposition

Frauenpower

28.4. – 11.7.2023

Schweizerische Nationalbank, Fraumünsterstrasse 8, 8001 Zürich



Nicht nur in der Kunst, auch im Grafikdesign sind Gestalterinnen nur marginal vertreten.
Eine Spurensuche in den Beständen der Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich hat jedoch einige, bislang auch weitgehend unbekannte Gestalterinnen, ans Tageslicht geholt.
Der Zugang zu Kunstakademien und Gestaltungsschulen blieb Frauen lange verwehrt. Klassische weibliche Biografien, Heirat und Mutterschaft, haben sie zudem immer wieder aus einer kontinuierlichen künstlerischen oder gestalterischen Tätigkeit gerissen. Die ausgestellten Plakate belegen jedoch, dass Frauen von Beginn einen wesentlichen Platz in der Plakatgeschichte einnehmen. Frühe malerische Arbeiten aus künstlerischer Hand werden abgelöst vom innovativen Einsatz der Fotografie und Typografie ab den 1930er-Jahren. Plakatspezifische Gesetze prägen sich aus, so die formale und farbliche Reduktion, die die Fernwirkung begünstigt, aber auch eine enge Symbiose von Text und Bild. Im zeitgenössischen Plakat wird souverän mit technischen Errungenschaften und vielseitigen gestalterischen Zugriffen gespielt. Dabei zeigt sich keineswegs eine spezifisch weibliche Ästhetik, sehr wohl aber eine andere Perspektive, häufig auch ein anderes Narrativ.

Agenda

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