Pop-up

Waren- und Kaufhäuser sind Kinder der Industrialisierung. In den Metropolen des 19. Jahrhunderts versorgten sie die Menschen mit Gütern jeder Art. Frankreich und die USA waren Vorläufer, aber auch in der Schweiz entstanden Ende des 19. Jahrhunderts prunkvolle Kaufhäuser. In den von sozialen Spannungen und Armut geprägten Zwischenkriegsjahren verfolgten neu gegründete Warenhäuser dann auch die Idee, einem breiten Publikum moderne, gute Produkte zu zahlbaren Preisen anzubieten. Diese Strategie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg intensiviert.
Schon früh zeichneten sich viele Warenhäuser durch eine raffinierte Werbung aus und verpflichteten bedeutende Plakatgestalterinnen und -gestalter. Das Bild der ausgestreckten Hand mit Ware oder Portemonnaie appellierte unmittelbar an die Kundschaft. Da die Konkurrenz an Warenhäusern zunächst noch überschaubar war, konnte auch einzig auf die Prominenz des Namens gesetzt werden: Typografische Plakate warben marktschreierisch für den Ausverkauf. Andere Plakate priesen einzelne Produkte an und adressierten mit diesen immer auch ihr Zielpublikum.
Mit der heutigen Dominanz des Online-Shopping verlieren Warenhäuser ihre Bedeutung – und damit auch die Werbung für sie.
Bereits seit dem Jahr 2000 werden in den Schaufenstern des zentral gelegenen Gebäudes der Schweizerischen Nationalbank in Zürich thematisch ausgewählte Plakate aus den reichen Beständen der Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich präsentiert. Die Plakate können in den Fenstern des Erdgeschosses entlang des Stadthausquais, der Börsenstrasse und der Fraumünsterstrasse besichtigt werden.
