Inklusion ist ein zentrales Anliegen des Museums – in der Vermittlung ebenso wie in der Sammlung und Ausstellungspraxis. Design betrifft alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Alter oder körperlichen Voraussetzungen. Ziel ist es daher, vielfältige Perspektiven sichtbar und erfahrbar zu machen: durch möglichst barrierefreie Zugänge, diverse Angebote sowie durch die bewusste Erweiterung der Sammlung um Objekte, die marginalisierte Stimmen und alternative Designansätze repräsentieren.
Die Museumsstrategie verankert das Selbstverständnis eines offenen Hauses für alle. Die unterschiedlichen Potenziale der Mitarbeitenden und des Publikums werden anerkannt, und Inklusion wird als Mehrwert betrachtet. Mitarbeitende erhalten Schulungen im Umgang und in der Betreuung eines diversen Publikums. Zudem werden die Standorte fortlaufend hinsichtlich einer möglichst barrierefreien Umgebung für Menschen mit Seh-, Mobilitäts- oder Hörbehinderungen weiterentwickelt.





Im Rahmen dieser Strategie hat sich das Museum für eine Mitgliedschaft im Netzwerk «Kultur inklusiv» beworben. Die Fachstelle Kultur inklusiv von Pro Infirmis fungiert als schweizweites Kompetenzzentrum für inklusive Kultur und fördert die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am kulturellen Leben. Mit der Mitgliedschaft verpflichten sich Kulturinstitutionen, Haltung und Handeln konsequent auf Inklusion auszurichten – gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen – und anerkennen die Charta zur kulturellen Inklusion.
«Für mich ist Inklusion nicht einfach eine Aufgabe, sondern eine Haltung, die wir gemeinsam im Haus über die verschiedenen Abteilungen hinweg mittragen.»
Manuela Moor, Koordinatorin Inklusion
Anfang 2023 wurde dem Museum das Prozesslabel verliehen. Darauf aufbauend wurden Wirkungsziele, strukturelle Massnahmen sowie konkrete Schritte in den fünf Handlungsfeldern des Labels definiert: kulturelles Angebot, inhaltlicher Zugang, baulicher Zugang, Arbeitsangebote und Kommunikation. Für die Koordination der Inklusionsarbeit hat das Museum 20 Stellenprozente geschaffen, welche bei der Abteilungsleitung Publikumsservice angesiedelt sind. Seither erfolgt die verstärkte und strukturierte Umsetzung der Massnahmen – partizipativ, in Zusammenarbeit mit Behindertenverbänden –, um bestehende Formate weiterzuentwickeln und Angebote zu schaffen, die Menschen mit Behinderungen einen möglichst barrierefreien Zugang zur kulturellen Vermittlung ermöglichen.